Großregion

Cirkla will Materialien aus dem Erdreich erhalten

Die University of the Greater Region (UniGR) braucht ambitionierte Projekte. Der Start von Cirkla, das kurze Recyclingkreisläufe für Abfälle aus dem Bausektor in der Größenordnung der Großregion einrichten will, entspricht diesem Bedarf.

Cirkla

Einhundertsechzig Lehrer, Forscher, Arbeitgeber und Institutionen nahmen Anfang Juni an der Eröffnungskonferenz des Kompetenzzentrums Circkla teil. Diese Struktur verfolgt das Ziel der Rückgewinnung und Wiederverwendung von natürlichen Materialien , die unter anderem im Bausektor verwendet werden.

Weltweiter Ruf

Die Förderung von einer neuen Art von kurzen Recyclingkreisläufen im Bau- und Industriesektor in der Größenordnung von vier Ländern fehlt es weder an Elan noch an Kühnheit. Ein zweites Leben für PVC-Rohrkomponenten, Photovoltaik-Kollektoren oder Altfahrzeuge zu finden, ist bereits eine Herausforderung. Noch komplexer wird sie im grenzüberschreitenden Maßstab, wenn der Transport von Abfällen auf unterschiedliche Gesetzgebung zur Einfuhr von Abfällen trifft. Eric Pirard, Professor und Dozent in der Gruppe GeMMe (Mineral, Materials and Environmental Engineering) an der Universität Lüttich, hat dieses Thema in voller Kenntnis der Sachlage gewählt.

 Eric Pirard

Eric Pirard

UEE-ULiège

"In einer Region, die einst das Herz der europäischen Kohle- und Stahlindustrie war, lag das Thema Werkstoffe nahe, zumal die Werkstoffkunde hier noch immer stark verwurzelt ist und weltweites Ansehen genießt. Cirkla kann nur grenzüberschreitend aufgebaut werden, weil die Bestandteile der Großregion zu klein sind, um das Recycling von Materialien in ihren eigenen Perimetern zu organisieren", erklärt der Forscher.

Rettung des Sandes

Die Kreislaufwirtschaft von Materialien und Metallen in der Großregion ist ein ausreichend umfangreiches Thema, um mehrere Disziplinen zu vereinen, einschließlich der Humanwissenschaften, die das Verhalten verändern können, und sehr unterschiedliche wirtschafliche Sektoren. Große Unternehmen wie John Cockerill oder ArcelorMittal, das Ökosystem des IRT M2P in Metz oder das Netzwerk rheinland-pfälzischer Umweltunternehmen, Ecoliance, werden die Branche innerhalb von Cirkla vertreten.

Sand, ein edles, immer seltsamer werdendes Material, ist eines der Hauptthemen des Forschungszentrums.

"Es ist bedauerlich, dass wertvoller Sand aus dem Rhein gebaggert wird und in allzu oft kurzlebigen Bauwerken für immer verloren geht. Wir wissen auch nicht, wie wir den Sand wiederverwenden können, aus dem die aus China importierten Photovoltaik-Kollektoren bestehen, oder die seltenen Erden, die in Elektromotoren oder Windturbinen vorkommen", betont Eric Pirard.

Cirkla verfügt zunächst nur über ein Budget von 40.000 Euro, aber durch die Beteiligung mehrerer seiner Mitglieder am europäischen Rohstoffprogramm könnten diese Mittel erhöht werden. Vorerst will das Forschungszentrum die Studenten des Emerral-Masterstudiengangs für Georessourcen, der u.a. von den Universitäten Lüttich und Lothringen koordiniert wird, für eine Sommerschule mobilisieren, die durch Firmenbesuche ergänzt wird. In diesem Herbst wird eine Doktorandenschule mit hochrangigen Forschern neue Geschäftsmodelle auf der Grundlage von Schulfällen entwickeln, die von Unternehmen eingereicht werden.

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