Luxemburg

Wende über Grenzen

Das ehrgeizige Programm "Luxembourg in Transition" mit Ziel eines 2050 CO2-freies Land wird auf die benachbarten  Gebiete ausgeweitet. Die vier ausgewählten multidisziplinären Teams sind eingeladen, diese Nachbarsorte im Verfahren einzuschliessen.

Station Coque Luxembourg Kirchberg

Für Luxemburg kann das Ziel eines dekarbonisierten Territoriums nicht an den Verwaltungsgrenzen des Großherzogtums Halt machen. Das staaliche Wendeprogramm "Luxembourg in Transition", bestätigt sein grenzüberschreitendes Profil, das im Hinblick auf das Erreichen des Null-Kohlenstoff-Ziels im Jahr 2050 Gestalt annimmt.

Am 28. Juni wählte das Ministerium für Energie und Raumplanung vier Teams aus Architekten, Stadtplanern, Landschaftsbüros, Soziologen und Forschern aus, um innerhalb von  fünf Monaten bis kommmendem November ihr jeweiliges Übergangsszenario vorzuschlagen , ab konkreten "Demonstrationsprojekten". Diese werden an Standorten im Großherzogtum und in den angrenzenden Gebieten stattfinden, die die vom Ministerium gennante "grenzüberschreitende Funktionsregion" bezeichnen.

Landschaft, ein wertvolles Kapital

So wird für das Team unter der Leitung des Architektur- und Stadtplanungsbüros Arep Ville (Paris) einer von seinen 4 Bewerbungsstandorten in Lothringen liegen – der endgültige Standort steht noch nicht fest. Sein Projekt fokusiert sich auf die in Luxemburg unterschätzte Bedeutung von Landschaft und Natur, deswegen der Titel "Paysage capital" des Arep-Entwurfs. Die Arbeitsgemeinschaft schlägt vor, "einen neuen landwirtschaftlichen Urbanismus zu erfinden", mit kurzen Wegen durch die Verlagerung der landwirtschaftlichen Produktion auf lokale Ebene. In Luxembourg stellt Landwirtschaft mehr als die Hälfte der Fläche dar. Ebenso will das Arep-Team Wälder (34% der Fläche des Staates) besser erhalten und auf relevante Weise verwerten, als Bio-Materialen für den Bau. Es strebt auch eingeschrPankte Bodennützung und alternative Transportmittel zum Auto an.

Die drei anderen Gewinnerteams werden bzw. von den niederländischen Architekten MRVDV, der luxemburgischen Agentur 2001 Architecture und der Universität Luxemburg angeführt. Zwei weitere waren nach der internationalen Ausschreibung des Sommers 2020 angerufen,  Szenarien zu erarbeiten.  Endgültig wurden sie nicht ausgewählt, was nichts vom Wert ihrer Arbeit wegnimmt.

Claude Turmes

© SIP / Yves Kortum

"Der Inhalt und die Qualität der sechs Berichte sind faszinierend. Sie bringen innovative Wege, innovative Ideen, ehrgeizige Konzepte. Diese Arbeiten entsprechen meinem im August 2020 formulierten Antrag", erklärte Claude Turmes, Minister für Raumordnung, am 28. Juni.

Vue Place de Metz Pont Grand Duc Adolphe

© Ville de Luxembourg

Das Programm wird dann mehrere Jahre lang fortgeführt. Die Ergebnisse werden in den Nationalen Klimaplan einfliessen.

Attention

Beim Besuch unserer Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu, um Ihnen Inhalte und Dienste anzubieten, die genau auf Ihre Interessen abgestimmt sind.