Trinationalen Eurodistricts Basel

Bevölkerung fordert besseren Transport

Den am 18.Juni vorgestellen Schlussfolgerungen eines Fragebogens steht das Thema Mobilität ganz oben auf der Liste der Alltagswartungen im trinationalen Ballungsraum.

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© ETB J. Kauffmann

Anfang des Jahres wurde die Bevölkerung der deutsch-französisch-schweizerischen Agglomeration durch den Fragebogen des Trinationalen Eurodistricts Basel (ETB) eingeladen, "uns von Ihrem täglichen Leben in der grenzüberschreitenden Region zu erzählen".  Rund 1.200 Antworten wurden registriert. Während 88% von den Befragten als Vorteil es ansehen, in einem grenzüberschreitenden Gebiet zu leben, werden zahlreiche Besserungen erwartet.

Spontan erwähnten die Befragten die Mobilität an erster Stelle. Zwischen Einschränkungen aufgrund der Gesundheitskrise, Staus, dichtem Stadtverkehrs, fehlenden oder zu teuer Verkehrsmitteln und Mangel an Radstrecken fehlt es nicht an Beschwerden. Auf die spezifischere Frage "Was wünschen Sie sich für die Zukunft in der Grenzregion?" hielten 89% der Befragten den Ausbau von grenzüberschreitenden ÖPNV-Linien für wichtig oder sehr wichtig und 86% hielten harmonisierte Transportpreise für wichtig.

Energie und Gesundheit

Auch die Vorschläge "mehr Informationen über Aktualität in den Nachbarländern" und "gut koordinierte Entwicklung des trinationalen Ballungsraumes" erhielten mehr als 80 Prozent der Stimmen, und mindestens 75 Prozent der Befragten bewerteten auch die Entwicklung des Lernens der deutschen und französischen Sprache, Energiesparen und erleichteten Zugang zu Ärzten und Krankenhäusern in den Nachbarländern als wichtig oder sehr wichtig. Die am häufigsten genannten ETB-Initiativen sind die "Drei Länder mit dem Fahrrad" (66% der Antworten), das Stadtprojekt 3Land (52%) und der neue Vis-à-vis-Park (44%) zwischen Huningue, wo er bereits fertiggestellt ist, und Weil-am-Rhein, wo die Arbeiten kurz vor Abschluss stehen.

 Ergebnisse dieses zusammen mit dem Euro-Institut und der Mission Opérationnelle Transfrontalière (MOT) erstellten Fragebogens,  wurden während der ETB-Generalversammlung am 18. Juni vorgestellt. Sie werden in die Erarbeitung der Strategie 2030 für das trinationale Gebiet einfließen, die bis Ende des Jahres erfolgen wird. Das Dokument wird auch versuchen, die rund 200 Projektideen zu berücksichtigen, die im Frühjahr auch aus einem parallelen Online-"Bürgerdialog"-Prozess in Kleingruppen von Einwohnern hervorgegangen sind.

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