Großregion – Oberrhein

Europäisches Geld für einen besseren Start

Das europäische Konjunkturprogramm stellt mehr als 500 Millionen Euro für das Grand Est und seine Nachbarn bereit.

Production masques

Das Programm "React-EU", das die europäische Wirtschaft ankurbeln und ihr helfen soll, sich von der Gesundheitskrise zu erholen, hat seine Finanzrahmen für 2021 und 2022 in den verschiedenen Regionen der Union mit insgesamt 50 Milliarden Euro ausgestattet. Die Gesamtzuweisung für die Großregion und den Oberrhein beläuft sich auf 568 Millionen Euro.

Im Einzelnen sind 188 Millionen Euro für die Region Grand Est vorgesehen. Luxemburg erhält 140 Mio. €, Wallonien 88 Mio. € und die Mittel für die Länder Baden-Württemberg, Saarland und Rheinland-Pfalz belaufen sich auf 86, 46 bzw. 20,5 Mio. €. Obwohl die Summen für dieses und das nächste Jahr vorgesehen sind, sind sie offiziell noch Teil der EU-Finanzplanung 2014-2020, die React-EU ergänzt.

Vorrangige Gesundheit in Wallonien

Sie werden ganz oder überwiegend im Rahmen der Programme ESF (Europäischer Sozialfonds) und EFRE (Fonds für regionale Entwicklung) registriert, je nach den jeweiligen Erwartungen der Gebiete. In Luxemburg hat die Finanzierung der Kurzarbeiterregelung Vorrang, so dass der ESF fast die Hälfte der Gesamtsumme ausmacht. In Wallonien stammen 20 % der Mittel aus dem ESF und 73 % aus dem EFRE, letztere in drei Bereichen: Digital (22,7 %), Gesundheit (40 %) und Projektverstärkung (10,5 %).

Beihilfen für KMU im Departement Grand Est

Im Grand Est ist das Budget auf den EFRE-Fonds ausgerichtet. Als direkte Reaktion auf die Gesundheitskrise bildet die "Resilienz des regionalen Gesundheitssystems" eine Prioritätsachse.  Dazu gehören die Anschaffung geeigneter Geräte, die Entwicklung mobiler Pflegeeinheiten, der Aufbau von Pflegeeinrichtungen und die Entwicklung von Ausbildungsstrukturen (Ausbildungsinstitute für Krankenschwestern und Pflegehelfer). Im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung sollen Kleine und mittelgroße Unternehmen bei ihren Investitionen unterstützt werden, wobei die Unterstützung für Betriebskapital erweitert wird, sofern die betreffenden Unternehmen bestimmte Garantien für die Nachhaltigkeit bieten. Die Energiewende, insbesondere durch die Wiederbelebung des Bauwesens, und die digitale Transformation vervollständigen das Schema.

In der Region Grand Est ist es seit Juni möglich, Anträge auf dem dematerialisierten Portal E-Synergie einzureichen, das für die Beantragung europäischer Beihilfen bestimmt ist, mit einer ersten Frist bis Ende 2021 für eine erste und wichtigste Tranche von 148 Millionen Euro. Die geförderten Projekte haben bis Ende 2023 Zeit, ihre Umsetzung abzuschließen.

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