3 Euro mehr pro Passagier: neue Flughafensteuer in Charleroi
Mit einer neuen 3 Euro-Steuer will die Stadt Charleroi Passagiere zur Kasse zu bitten. Die wallonische Region ist dagegen. Das Projekt kommt zu der künftigen Erhöhung der Bundessteuer auf Flugtickets hinzu. Ryanair droht mit der Streichung von einer Million Sitzplätzen in Belgien.

Ab dem 1. Januar nächsten Jahres will Charleroi eine kommunale Steuer von 3 Euro pro Passagier einführen, der vom Flughafen Brussels South Charleroi Airport (BSCA) abfliegt. Angesichts der aktuellen Passagierzahlen könnte dies der Gemeinde 15 Millionen Euro pro Jahr einbringen. Diese am 5. Dezember angekündigte Entscheidung ist Teil einer Reihe von Maßnahmen zur Sanierung des Gemeindehaushalts.
„Dieser kommunale Beitrag betrifft weder die Passagiere noch die Fluggesellschaften. Er richtet sich ausschließlich an den Flughafenbetreiber (BSCA), der einen Nettogewinn vor Steuern von 25 Millionen Euro erzielt“, verteidigte sich der neue sozialistische Bürgermeister der Stadt, Thomas Dermine, in einer Pressemitteilung als Reaktion auf den Aufschrei, den dieses Projekt ausgelöst hat.
„Der Flughafen Charleroi ist ein wichtiges wirtschaftliches Instrument für die Stadt und die Region. Er trägt bereits über eine Parkplatzsteuer zu den kommunalen Finanzen bei“, erklärte Cécile Neven (MR), Ministerin für Flughäfen der wallonischen Regierung. Luftfahrtexperten und Nutzer äußerten hingegen ihre Befürchtung, dass diese 3 Euro auf den Ticketpreis ûbertragen werden, entweder durch den Flughafen selbst oder durch die Fluggesellschaften.
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Der Flughafen Charleroi ist bei Billigfluggesellschaften besonders beliebt. ©BSCA