Basel-Mulhouse

EuroAirport-Fracht hebt nach Amerika ab

Seit diesem Frühjahr wird der Frachtverkehr am Flughafen Basel-Mulhouse durch zwei Air Canada-Flüge pro Woche von und nach Toronto ergänzt.

EuroAirport

Auf Wunsch der Basler Industrie, eines der lokalen Standbeine der Luftfracht, fliegt seit diesem Frühjahr eine Boeing Dreamliner 787-900 mit einer Kapazität von knapp über 40 Tonnen zweimal wöchentlich die Strecke Basel-Mulhouse-Toronto.

"Dies ist der erste reguläre transatlantische Frachtdienst für den EuroAirport, seit Swissair Cargo Anfang der 2000er Jahre den Betrieb einstellte", sagt das Management des deutsch-französisch-schweizerischen Hubs.

Pharmazeutische Fracht

"Die Gesundheitskrise hat eine Nachfrage nach dem Transport von pharmazeutischen Produkten und persönlicher Schutzausrüstung (PSA) geschaffen", bestätigt die Geschäftsführung von Air Canada Cargo. "Mit unseren All-Cargo-Flügen transportieren wir diese Waren nach Nordamerika, aber auch weiter in unser Netzwerk, nach Lateinamerika und sogar in den asiatisch-pazifischen Raum", fügt die Geschäftsführung hinzu und erklärt, dass in Basel-Mulhouse auch andere Produkte als Pharmazeutika verschifft werden.

Air Canada bereichert damit das Frachtangebot des EuroAirports, das derzeit hauptsächlich von Turkish Airlines Cargo und Qatar Airways Cargo getragen wird. Im vergangenen Jahr wurden 16.475 Tonnen Fracht hauptsächlich in die Türkei und in das Emirat im Nahen Osten befördert, was einer Steigerung von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Rechnet man die Expressfracht hinzu, so lag die Luftfracht im Jahr 2020 bei 64.445 Tonnen (+4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Die Lkw-Fracht brachte die Summe aller Verkehrsträger auf 108.500 Tonnen. Das ist ein Niveau, das sich mit der jüngsten Entwicklung des französisch-schweizerischen Flughafens deckt, dessen Passagieraufkommen allerdings um 70 Prozent auf 2,6 Millionen Fluggäste eingebrochen ist.

Projekte, die "modular" geworden sind

Der Rückgang des Passagieraufkommens machte den Wettbewerb für die Erweiterung des Flughafenterminals überflüssig : Eine Anlage, die für mehr als 13 Millionen Passagiere ausgelegt gewesen wäre, machte keinen Sinn mehr. Trotzdem hat der EuroAirport nicht alle Planungen zu diesem Thema aufgegeben. Im Juni startete der EuroAirport eine Ausschreibung zur Einstellung einer Fachgesellschaft, die den Flughafen bei der Ausarbeitung von "modularen" Infrastrukturen, die sich leicht an starke Verkehrsschwankungen anpassen lassen, begleiten kann.

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