Ein unerschütterlicher Wille, grenzüberschreitend zu informieren
Voisins-Nachbarn verschwindet aus der Medienlandschaft. Doch das Team ist fest entschlossen, weiterhin grenzüberschreitend zu informieren: seine Journalistinnen und Journalisten werden sich in einem Verein zusammenschließen, um Printpublikationen, Podcasts und zweisprachige Veranstaltungen im Oberrhein und in der Großregion zu starten.

Das Handelsgericht von Metz hat am 25. Februar 2026 die Liquidation der Gesellschaft Correspondances beschlossen, die seit fünf Jahren die grenzüberschreitende Informationsseite Voisins-Nachbarn herausgab.
Voisins-Nachbarn hat der Wirtschaft, der Umwelt und der Kultur mehr als 3.000 Artikel auf Französisch und Deutsch in der Großregion und am Oberrhein gewidmet. Die Reichweite des Mediums stieg stetig und übertraf 2025 die Marke von einer Million Seitenaufrufen. Dennoch konnten nicht die finanziellen Mittel gefunden werden, die nötig gewesen wären, um das Abenteuer fortzusetzen.
Wir danken allen Personen sowie institutionellen, zivilgesellschaftlichen und privaten Akteuren, die an Voisins-Nachbarn geglaubt und das Projekt unterstützt haben. Andere wiederum, die sich zwar über unsere Existenz freuten, konnten letztlich nicht die Voraussetzungen schaffen, damit die Großregion und der Oberrhein dauerhaft ein solches grenzüberschreitendes Medium behalten.
Jetzt ist nicht die Zeit für Bedauern, sondern für einen Neuanfang. Das Team von Voisins-Nachbarn möchte weiterhin über den Austausch, die Unterschiede und die Kulturen berichten, die zugleich sehr nah und verschieden sind. Unsere Berichterstattung wird unabhängig und entschieden grenzüberschreitend bleiben – sie wird jedoch neue Formen und neue Träger finden. Über unsere Projekte, von denen die ersten bereits in diesem Frühjahr entstehen werden, halten wir Sie regelmäßig auf dem Laufenden.
Schon in diesem Frühjahr werden wir unsere Leserinnen und Leser über das Entstehen dieser Projekte informieren, die unseren unerschütterlichen Willen bezeugen, einen freien und grenzüberschreitenden Journalismus zu betreiben.
Leserinnen und Leser, Akteure der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit oder potenzielle Mitwirkende können bereits jetzt ihr Interesse mitteilen. Melden Sie sich gerne unter contact@transfrontaliers.eu.
Bis sehr bald für die Fortsetzung unseres Abenteuers.
© André Faber