Grossregion - Oberrhein

Sport, Kultur und Erinnerung in 2026

Stadien, Konzerthallen, Erinnerungsorte oder Museen … im Grenzraum kommt Kultur in allen Formen, an allen Orten und in allen Tonlagen zum Ausdruck.

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@ Stefan Krause. © Muséal Europa Expo.

Erinnerung am Oberrhein

In Freiburg im Breisgau wird das Augustinermuseum, ein Museum für Kultur- und Kunstgeschichte im Stadtzentrum, seine umfassende Sanierung am 28. Februar abschließen. Die Eröffnungsausstellung „Zukunfts(t)räume – Museum im Wandel“ beleuchtet die früheren Nutzungen des Gebäudes und entwirft Perspektiven für die Zukunft.

Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, das im März 2025 eröffnet wurde, zeigt ab dem 27. Februar seine erste Ausstellung: „Ende der Zeitzeugenschaft?“.

In derselben erinnerungskulturellen Linie soll die für 2025 angekündigte Mauer der Namen 2026 in den elsässischen Vogesen entstehen. Dieses interaktive Denkmal wird am Memorial von Schirmeck erstmals die Namen aller zivilen und militärischen Opfer aus Elsass-Lothringen des Zweiten Weltkriegs zusammenführen.

Straßburg renoviert Tribünen und Veranstaltungsorte

2026 wird für Straßburg das Jahr der Kommunalwahlen, aber auch ein Jahr des kulturellen Baustellen-Wechsels. Die Fans des RC Strasbourg, derzeit Siebter der Ligue 1, sollen zum Beginn der kommenden Saison die letzten renovierten Tribünen des Stade de la Meinau in Besitz nehmen.

Liebhaber aktueller Musik, die seit 18 Monaten warten, dürften sich im zweiten Quartal in der brandneuen Konzerthalle der Laiterie wieder bewegen.

Am Palais des Fêtes beginnen Umbauarbeiten: Ab 2028 wird es die Aufführungen der Opéra national du Rhin beherbergen.

In Lüttich: die Geschichte des Superstars Kleopatra

Kleopatra wurde als pharaonische ägyptische Königin verewigt, danke Napoleon, als Liz Taylor erträumt, danke Joseph Mankiewicz, oder als Comic-Heldin augenzwinkernd dargestellt, danke Uderzo und Goscinny. Als machtvolle Frau griechisch-makedonischer Herkunft, vermutlich auch als Verführerin, verkörpert sie eine mythische Figur.

Seit dem 20. Dezember und noch bis zum 5. Juli ermöglicht die Ausstellung „Kleopatra Superstar“ im Ausstellungsraum Europa-Expo im TGV-Bahnhof Liège-Guillemins eine Reise durch 2.000 Jahre Geschichte zwischen Realität und Vorstellungskraft. Konzipiert von Europa Expo, bekannt für immersive Präsentationen, und dem Königlichen Museum von Mariemont, renommiert für seine Forschungen zu antiken Zivilisationen, erkundet sie das äußerst weite Universum Kleopatras.

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© Muséal Europa Expo.

Auf einer Fläche von 2.000 m² werden über 60 historische Objekte, Skulpturen und Gemälde präsentiert, ergänzt durch interaktive Elemente wie Videos, Filmausschnitte und spielerische Installationen. Im Laufe seines Rundgangs durch die Ausstellungsräume folgt der Besucher dem epischen Leben der letzten Herrscherin Ägyptens, bis hin zu ihren Anfängen als Mythos und ihrer späteren Ernennung zur Ikone der Popkultur. 

Die Renaissance schätzte die Antike, die Feldzüge Napoleons führten zu einer Ägyptomanie im Westen, das Kino projizierte sie durch die schwarz umrandeten Augen von Elizabeth Taylor... Eine Schauspielerin, die übrigens im Comic „Asterix und Kleopatra“ parodiert wird. Die Ausstellung zeigt die Herrscherin, wie sie sich bei Shakespeare oder in einem Musikvideo von Katy Perry, in Kinderspielzeug oder in Videospielen wiederfindet... Die Darstellung Kleopatras, die sich also nicht nur auf ihre berühmte Nase beschränkt, bildet somit einen spannenden Rahmen für das, was sie über die Epochen und Interpretationen aussagt.

Auch in Sarreguemines steht Kleopatra im Mittelpunkt

In Lothringen zeigt das Museum von Sarreguemines seit September eine prachtvolleKleopatra, ausgestreckt auf einem Diwan mit Löwenkopf, vor floralem Dekor sowie Pyramiden- und Wüstenhintergrund. Die Stadt Sarreguemines erwarb dieses außergewöhnliche Werk von einer Pariser Kunstgalerie. 

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© Musée de Sarreguemines.

Wissenschaftliche Forschungen ermöglichten es, den Entwurf Kleopatras dem Künstler Alexandre Sandier zuzuschreiben. Der ehemalige Direktor der Kunstwerkstätten der Manufacture de Sèvres, Architekt in Chicago und New York, eine ebenso erstaunliche Persönlichkeit wie vielseitig, der mit der moselländischen Fayencemanufaktur zusammenarbeitete, wird 2027 in Sarreguemines mit einer großen Ausstellung gewürdigt.

Das Saarland kommt mit 2 neuen Festivals

Am 5. Juli empfängt die Völklinger Hütte, UNESCO-Welterbestätte, das neue Festival Vibrancy Open Air. Von 14 Uhr bis Mitternacht werden Tausende Festivalbesucher Techno in einer eindrucksvollen Industriekulisse erleben, die durch Lichtinstallationen veredelt wird. Das Programm vereint internationale Djs der elektronischen Szene wie Stephan Bodzin, Anfisa Letyago und Konstantin Sibold sowie lokale Acts: Dave Lukas aus Zürich und zwei bekannte Saarländer aus dem Silo (Techno-Club in Saarbrücken), Lea Lindner und Tony Mejeh. Sponsor des Festivals ist der saarländische Energieversorger energis.

Neben Vibrancy findet am 13. Juni ein zweites neues Festival statt: Stagetopia auf dem Campus der Universität des Saarlandes. Es tritt die Nachfolge des Asta-Campusfestivals an, das sich an Studierende richtete, und möchte rund 15.000 Festivalgäste mit einem vielseitigen Programm anziehen - von Hip-Hop bis Pop. Beide Neugründungen folgen auf das Ende von Rocco del Schlacko, das von 1999 bis 2025 in Püttlingen stattfand.

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