Luxemburg - Frankreich – Belgien

Industeam wird von grenzüberschreitend zu international

Ein Jahr nach der Übernahme der französischen Tochtergesellschaft Secométal von der belgischen Gruppe Pirson hat der luxemburgische Industriemontierer eine Tochtergesellschaft in Rumänien gegründet, um die Qualität von Produktion und Service zu sichern.

Industeam

Für Thierry Franceschetti, Gründer und Geschäftsführer der Industeam-Gruppe, war das Jahr 2020 das beste Jahr seiner beruflichen Laufbahn. Als Spezialist für den Bau, die Wartung und den Transfer von Industrieanlagen von einem Land ins andere hatte sein Konzern mit 550 Mitarbeitern in Bettemburg wegen der Pandemie zwar 20 Millionen Umsatz verloren - im Jahr 2019 waren es 75 Millionen Euro.

Aber gleichzeitig gewann sie Aufträge im Wert von 30 Millionen Euro und erwarb drei Unternehmen, darunter die französische Firma Secometal, von der belgischen Pirson-Gruppe.

Die Aussichten für 2021 sind ebenso günstig, da die Gruppe die Gründung von Industeam East Europe abschließt, bestehend aus einer Fabrik mit 50 Mitarbeitern und einem Joint Venture mit dem rumänischen Werkzeugmaschinenspezialisten Emsil (250 Mitarbeiter).

Jonglieren der Kulturen

Thierry Franceschetti

© Pascale Braun

"In einem industriellen Markt mit knappem Angebot ermöglicht uns diese neue Einheit, unsere Produktionsressourcen und -termine zu sichern. Für unsere neuen Märkte im Bereich der grünen Energie müssen wir Teile herstellen lassen, um Wartungs- und Reparaturarbeiten zu planen und zu gewährleisten", erklärt Thierry Franceschetti.

Vor fünfzehn Jahren von nur zwei Mitarbeitern gegründet, erklärt Industeam sein Wachstum mit seinem grenzüberschreitenden Ansatz, der es von Anfang an gelehrt hat, mit verschiedenen Kulturen, Sozial- und Steuersystemen und Märkten zu jonglieren. Der erste Auftrag, der 2006 gewonnen wurde, war der Umzug des Walzwerks Dudelange von ArcelorMittal in Luxemburg nach Gent, Belgien. Ursprünglich auf die Stahlindustrie spezialisiert, diversifizierte die Gruppe in den verarbeitenden Sektor, dann in die Automobilindustrie und die Wartung von Kernkraftwerken, bevor sie sich den erneuerbaren Energien zuwandte, insbesondere durch die Sicherstellung der Umstellung auf Biomasse für das Kraftwerk Albioma auf der Insel La Réunion.

Der rumänische Vorteil

Der rumänische Betrieb ist das Ergebnis von fünfzehn Jahren Präsenz im Land.  Das Unternehmen kam, als rumänische Industrieanlagen nach Mexiko verlagert wurden, und machte sich daran, ein Team von etwa zehn Mitarbeitern zu rekrutieren, die bei seinen Subunternehmern beschäftigt waren. Sie hat diese Mitarbeiter nach und nach in ihre französischen und luxemburgischen Teams integriert, wobei sie einem gut etablierten Prozess gefolgt ist. Gewöhnt an ein monatliches Mindestgehalt von knapp 450 Euro, lassen sich die rumänischen Mechaniker, Rohrschlosser und Schweißer gerne zum Mindestlohn mit französischen Verträgen für französische Standorte oder zum großherzoglichen Grundgehalt - 2.000 Euro pro Monat für 40 Stunden pro Woche - für Einsätze in Luxemburg oder für den Export anheuern. Diese Gehälter steigen mit dem Dienstalter. Industeam seinerseits findet in der rumänischen Belegschaft eine mechanische Kompetenz, eine Flexibilität der Ausführung und eine Servicequalität, die besonders geschätzt werden.

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