Häfen stellen die Weichen für die Umwelt
Die neun in "Upper Rhine Ports" zusammengeschlossenen französischen, deutschen und schweizerischen Häfen am Oberrhein starten das Interreg-Projekt Crane, um ihre Infrastrukturen an die klimatischen Umwälzungen anzupassen.

Nachdem sie sich mit einem gemeinsamen Informationssystem ausgestattet haben, fangen die Häfen am Oberrhein durch ihre Zusammenarbeit an, sich an den Klimawandel anzupassen. Häfen untersuchen ihre Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel. Dies ist der Sinn des Interreg-Projekts, das sie unter dem Namen Crane starten. Das englische Akronym spielt mit der Analogie zu dem Wort für Kran, einer typischen Maschine in Hafenterminals. Es bezieht sich auf die "Widerstandsfähigkeit der Infrastrukturen gegenüber dem Klimawandel", die Gegenstand der Arbeit ist, die diesen Sommer für eine Dauer von zwei Jahren bis Juli 2025 begonnen hat.
Das Projekt ist um den Verbund Upper Rhine Ports herum aufgebaut, der aus den Häfen Straßburg, Mülhausen (EuroRheinPorts), Colmar-Neuf-Brisach auf der elsässischen Seite, Basel in der Schweiz und Weil-am-Rhein, Kehl, Karlsruhe, Mannheim und Ludwigshafen in Deutschland (von Süden nach Norden) besteht, wo jährlich rund 50 Millionen Tonnen Waren ankommen.
Hinzu kommen zwei führende Forschungseinrichtungen, in Frankreich das Cerema (Zentrum für Studien und Fachwissen über Risiken, Umwelt, Mobilität und Planung) und in Deutschland das Fraunhofer ISE Institut. Sie finanzieren somit einen Teil des 1,4 Millionen Euro umfassenden Budgets von "Crane", das zu 60% mit Interreg-Mitteln gefördert wird.

Claire Merlin, directrice général du port de Strasbourg. © AccentVisuel-Jean Haeusser.
"Es handelt sich um das einzige Beispiel einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Binnenhäfen in Europa zu diesem Thema, das noch sehr wichtig sein wird ", kommentiert Claire Merlin, Generaldirektorin des Hafens von Straßburg.
Das Ziel ist die Umwelt
Durch die Untersuchung der Hafengebiete und ihrer Einrichtungen im Hinblick auf ihre Dekarbonisierung ergänzt "Crane" die Forschungsarbeiten zu den Folgen des Klimawandels auf dem Rhein, die sich bisher vor allem auf den Wasserstand und damit auf die Schifffahrtsbedingungen bezogen haben, wie das Programm "Kliwas" im Auftrag des deutschen Verkehrsministeriums oder, in einem anderen Register, Clim'Ability Design über die Anpassung der Unternehmen am Oberrhein.
Dieses Projekt konkretisiert die Absicht von Upper Rhine Ports, seine Arbeitsthemen auf das Thema Umwelt zu konzentrieren, nach einem ersten Hauptprojekt über Verkehrsmanagement-Informationssysteme, RPIS (Rhein Ports Information System) 4.0, und einem weiteren ehrgeizigen Projekt über einen gemeinsamen Masterplan der Mitgliedshäfen, das jedoch bis jetzt nicht weiterverfolgt wurde.

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