Pfälzerwald

Der Luchs kehrt mit kleinen Schritten in die grenzüberschreitende Biosphäre zurück

Die im grenzüberschreitenden Waldmassiv wieder angesiedelten osteuropäischen Luchse haben sich fortgepflanzt, sind aber noch nicht zahlreich genug, um das Überleben der Art in der Biosphäre Nordvogesen - Pfälzerwald zu sichern.

lynx

Die Domaine de Sainte-Croix war im Mai Gastgeber der großen Messe der Luchsschützer: Auf einem zweitägigen Kolloquium, das sowohl wissenschaftlich als auch für die breite Öffentlichkeit ausgerichtet war, wurden die Ergebnisse des Life-Projekts Luchs, einem Programm zur Wiederansiedlung dieser Großkatze in den Wäldern Westeuropas, nachdem zwei Jahrhunderte der Verfolgung zu ihrem Aussterben geführt hatten, inventarisiert.

Eine zu fragile Rückkehr

Ab 2016 wurden etwa 20 wilde Luchse, die in Osteuropa gefangen worden waren, nach und nach im Pfälzerwald wieder angesiedelt. Die Ergebnisse erwiesen sich als ermutigend, aber zu zerbrechlich. Ein Dutzend Großkatzen überlebten die Wilderei und Zusammenstöße auf den Straßen. Sie haben nach und nach die grenzüberschreitenden natürlichen Korridore erobert, die Nordvogesen und den elsässischen Jura besiedelt und einige von ihnen haben sich fortgepflanzt. Derzeit gibt es jedoch nur noch zwei Weibchen - zu wenig, um den Fortbestand des Lebensraums zu sichern. Die Wiederansiedlung von einem halben Dutzend neuer Weibchen würde es ermöglichen, das schöne Tier wieder in dem grenzüberschreitenden Waldmassiv zu verankern. Im Naturpark Hartz in Niedersachsen war die Wiederansiedlung von 24 Luchsen erfolgreich.

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