Saarlouis - Saarland

Das Städtische Museum ehrt den Erbauer von Saarlouis

Das Städtische Museum, das sich im Zentrum des historischen Stadtviertels befindet, ist kostenlos zugänglich und ermöglicht es den Besuchern, die Geschichte von Saarlouis und insbesondere das von Vauban hinterlassene Erbe nachzuvollziehen.

Städtisches Museum
Animationsfilm

Ein Animationsfilm zeigt wie Vauban Saarlouis aus dem Nichts erbaut hat. © Fabian Gomond

Im zweiten Stock des Städtischen Museums in Saarlouis ist ein großer, rechteckiger Raum ganz Vauban gewidmet. Briefe, Gemälde, Skizzen - entweder aus der Zeit oder rekonstruiert - enthüllen das Ausmaß der Arbeiten, die Vauban in der Stadt, die er aus dem Nichts errichtet hat, durchgeführt hat. Der Ingenieur, Militärarchitekt, Stadtplaner und Wasserbauer Sébastien Le Prestre, der später Marquis de Vauban und Marschall von Frankreich wurde, begann ab 1680 mit dem Bau der Stadt und ihrer Befestigungen. Biografische Steckbriefe, die auf Deutsch anhand von Primär- und Sekundärquellen verfasst wurden, stehen neben Auszügen aus Texten, die Vauban damals auf Französisch verfasst hatte. Eine mit Dutzenden von Reißzwecken bestückte Europakarte zeigt die Baustellen, an die sich Vauban beteiligt hat. Longwy, Bitche, Namur, Luxemburg... die heutige Großregion ist von seinen Festungen und Zitadellen geprägt. In einem Nebenraum zeigt ein 26-minütiger Animationsfilm die Geschichte der verschiedenen Werke Vaubans in der Stadt.

Das 1927 eröffnete Museum wurde durch die Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs beschädigt, die Werke waren jedoch (präventiv) evakuiert worden. Die Besichtigungen konnten 1954 wieder aufgenommen werden. Die Vauban-Etage wurde 1980 anlässlich des 300-jährigen Jubiläums der Stadtgründung Saarlouis neu gestaltet. Das Städtische Museum kooperiert punktuell mit anderen Einrichtungen in der Großregion, wie dem Musée de la Tour aux Puces in Thionville und dem Museum Dräi Eechelen in Luxemburg-Stadt. 2016 wurden die Festungen von Saarlouis sowie die von Bitche, Hombourg, Longwy, Luxemburg, Marsal, Montmédy, Rodemack, Sierck-les-Bains, Simserhof, Thionville und Toul in die Kulturrouten des Europarates aufgenommen. 

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