Elsass

Der Baumwipfelpfad geht neue Wege

Der deutsche Entwickler des spielerischen Waldhöhenwegs auf dem ehemaligen Stützpunkt Drachenbronn fügt ihm einem Spielpark hinzu.

Chemin des cimes Drachenbronn

In Drachenbronn (Nieder-Rhein) hat der Baumwipfelpfad nun einen kleinen Bruder bekommen. Seit dem 4. Juni wird dieser spielerische Parcours auf den Waldhöhen des ehemaligen Luftwaffenstützpunkts im äußersten Norden des Elsass von einem Spielpark flankiert: Der Abenteuerwald Elsass wurde von EAK (Erlebnis Akademie) eröffnet, dem deutschen Unternehmen, das ab Frühjahr 2021 hinter dem Baumwipfelpfad Elsass steht, der selbst der erste französische Ableger seines auf der anderen Seite des Rheins und in Mitteleuropa geschmiedeten Konzepts ist. Der Abenteuerwald bietet dem ehemaligen Zwinger des 2015 von der französischen Armee verlassenen Stützpunkts ein neues Leben an. An 20 Stationen auf 14.000 qm bietet er Kindern und sogar Erwachsenen Spieltürme, Rutschen, Seilbahnen und andere riesige Trampoline.

chemin des cimes vue paysage

© Mathieu Noyer

Der Baumwipfelpfad (Chemin des cimes) ist ein fester Bestandteil der geografischen und touristischen Landschaft des Elsass und nutzt seine Grenzlage, um sowohl ein französisches als auch ein deutsches Publikum anzuziehen. Der 1 km lange Rundweg mit einer sanften Steigung von höchstens 6 % ist zunächst mit mehreren Informations-, Beobachtungs- und Spielpunkten über die umliegende Natur ausgestattet.

Chemin des cimes tour

Der zu Drachenbronn entsprechende Turm auf dem Lipno Standort von EAK in Tschechien. © EAK

Er führt dann zum Höhepunkt, dem 29 m hohen zwölfseitigen Turm, von dessen Spitze aus sich die weite Landschaft der Nordvogesen bis zur Rheinebene und unter günstigen Bedingungen sogar das Straßburger Münster öffnet.

Die Umwandlung funktionniert

Die Gebietskörperschaft, die den Standort gekauft hat, der Gemeindeverband des Land von Wissembourg, kann somit auf eine erfolgreiche Umwandlung mittels 30 Millionen Euro öffentlicher und privater Investitionen verweisen, die ausgehend von dem 2016 mit dem Staat unterzeichneten "Vertrag zur Wiederbelebung des Verteidigungsstandorts" ausgelöst wurden. Die wirtschaftliche Komponente der Umwandlung und der Großteil der kumulierten Investitionen vor Ort stammen aus der Flammkuchenbodenfabrik von Gusto Palatino, die dieser Hersteller Ende des Jahres etwa 30 km von seiner Hochburg in der Pfalz entfernt eröffnen wird.

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