Grossregion

Der Euro-Beschleuniger zentrifugiert die grenzüberschreitende Industrie

Neun Monate nach seinem Start hat der Euro-Beschleuniger für die Industrie der Großregion dreizehn französisch-luxemburgische Projekte hervorgebracht und acht neue Kandidaten für den Jahresbeginn identifiziert. Etwa zehn grenzüberschreitende Ansiedlungen werden bereits geprüft.

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Der im Frühjahr 2021 gestartete Euro-Industriebeschleuniger der Großregion wird seine Arbeit in diesem Jahr fortsetzen. Bei der ersten Zwischenbilanz im vergangenen Dezember beschlossen der luxemburgische EU-Kommissar Nicolas Schmitt, Jean Rottner, Präsident des Regionalrats des Grand Est und der Großregion, und Valérie Debord, Vizepräsidentin des Regionalrats und Präsidentin des in Metz ansässigen Investitionskommissariats für Innovation und wirtschaftliche Mobilisierung (C2IME), diesen experimentellen Ansatz fortzusetzen, der bereits 32 Bewerbungen aus der Industrie hervorgerufen und die Begleitung von 13 Unternehmen ermöglicht hat und in seiner nächsten Kommission acht neue Projekte behandeln wird. Der Beschleuniger wurde sogar in das Rahmenabkommen Initiative Compétitivité-Industrie (ICI) der Region Grand Est vom 10. Dezember letzten Jahres aufgenommen, das den Industrieunternehmen der Großregion dabei helfen soll, die Kompetenzen ihrer Mitarbeiter zu erhalten und ihre Produktpalette zu erweitern.

Wissenschaftliche Partnerschaften

Fünf der ersten 13 Unternehmen - sieben aus Lothringen und sechs aus Luxemburg -, die vom Euro-Beschleuniger unterstützt werden, sind im Bereich Werkstoffe und Verfahren angesiedelt, während die anderen in den Bereichen Daten- und Cybersicherheit, Automobil und Transport, Luft- und Raumfahrt und Energie tätig sind. Fast alle dieser neun KMU und vier Start-ups suchen in der neuen Einrichtung Unterstützung bei wissenschaftlichen und industriellen Partnerschaften, bei der Öffnung für kommerzielle Partnerschaften, bei der Technologiebeobachtung und bei der Gründung von Niederlassungen außerhalb der Landesgrenzen. Die Möglichkeiten zur Kapitalbeschaffung interessieren 60% der Unternehmen, rangieren aber auf dem letzten Platz der Motivationen.

Die Großregion wachsen lassen

"Der Euro-Beschleuniger trägt seinen Namen zu Recht: Er wird uns Unternehmensnetzwerke öffnen, unsere Partnerschaften im Bereich der Forschung erleichtern und unsere Einstellungen begleiten. Wir planen keine Niederlassung außerhalb unserer Grenzen, aber diese Unterstützung wird uns helfen, die Großregion wachsen zu lassen", meint Pascal Dine, Geschäftsführerin von CPI (Conception, programmation, industrialisation).

Das mittelständische Unternehmen mit 20 Beschäftigten ist auf Bearbeitungsstrategien von der Programmierung bis zur Maschineneinstellung spezialisiert und plant 30 Neueinstellungen in den nächsten drei Jahren.

Trilaterale Unterstützung

Auf beiden Seiten der Grenze mobilisiert der Euro-Beschleuniger unumgängliche Akteure im Bereich der Beschäftigung (Pôle emploi, die luxemburgische Ademe oder das Eurès-Netzwerk), Universitäten (Loria oder das Institut Jean Lamour, Ableger der Universität Lothringen, oder das CNRS, oder das List und die Universität Luxemburg auf großherzoglicher Seite), Spezialisten für Technologietransfer wie das IRT M2P und CEA Tech in Metz, das Technologiezentrum Icart-CM2T in Lunéville oder Luxinnovation in Luxemburg. Die Industrie- und Handelskammern des Grand-Est und Luxemburgs, die UIMM Lothringen und der Verband der luxemburgischen Industriellen tragen zur Popularisierung der Maßnahme bei. BPI France und das luxemburgische Industrieministerium, die ebenfalls Mitglieder des Euro-Accelerators sind, stellen bei Bedarf spezifische Finanzmittel zur Verfügung.

Kreuzvergleiche

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DR

"Der Euro-Beschleuniger reproduziert auf der Ebene der Großregion die Prinzipien, die unsere Projekte im Grand Est beschleunigt haben. Er wird uns in der zweiten Phase unserer Entwicklung helfen, die darin besteht, gleichzeitig eine Zweigstelle in Luxemburg und im Saarland einzurichten", sagt Sofiane Ben Maamar, Leiter von Bim'Steel.

Neben Bim'Steel zählt der Euro-accélérateur ein Dutzend grenzüberschreitende Ansiedlungsprojekte zu seinen ersten 13 Begünstigten. Die luxemburgischen Unternehmen Rcarré und Saturn Technology, die sich auf IT-Dienstleistungen für KMU bzw. auf die additive Fertigung von Metallen spezialisiert haben, bereiten ihre Ankunft in Frankreich vor. Ihr Landsmann Neossys, Herausgeber von juristisch-finanziellen Datenbanken, hat sowohl Frankreich als auch Deutschland im Visier. Das lothringische Unternehmen Nymesys Technologie will den 3D-Druck von Formgedächtnislegierungen in Luxemburg populär machen.

Kurs auf das Saarland

Das moselländische Unternehmen Daimantel will seine Technologien zur Entmagnetisierung und zum Recycling von Magneten in Luxemburg und im Saarland entwickeln. Wasserstoff trägt die grenzüberschreitenden Projekte der lothringischen Unternehmen Vent d'Est (Wasserstofftankstellen) und Alphea Wasserstoff sowohl in Luxemburg als auch im Saarland.

Mitglied der Euro-Beschleuniger-Kommission, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes, die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes und die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz.

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