Oberrhein

Wie kann man im Krisenfall auf beiden Seiten des Rheins kommunizieren ?

Im Falle einer Explosion, einer Überschwemmung, eines heftigen Sturms oder eines Brandes fürchten die Rettungsdienste vor allem einen allgemeinen Stromausfall, der die Kommunikation und damit die Koordination nicht möglich machen könnte. 

Rhin

Während dieses Katastrophenszenario innerhalb der nationalen Grenzen ärgerlich ja sogar dramatisch ist, wird es auf beiden Seiten der Grenze nicht sogar noch ärgerlicher, wenn es darum geht, Hilfe zu leisten, gemeinsam zu intervenieren oder sich zumindest gegenseitig zu informieren.

Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde jüngst ein Kooperationsprogramm auf Oberrheinebene ausgearbeitet. Die Initiative basiert auf der Nutzung der Satellitentechnologie für die Sprach- und Datenübertragung. Das Regierungspräsidium Karlsruhe, eine dezentrale Verwaltung des Landes Baden-Württemberg, hat eine europäische Ausschreibung für die Ausstattung von 25 Standorten unterzeichnet, die auf die lokalen Behörden (Städte, Landesämter und Kreisverwaltungen) verteilt sind, in Deutschland auf einer Linie von Landau und Germersheim in der Pfalz bis Lörrach im äußersten Süden von Baden, in den Schweizer Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Aargau sowie in den Präfekturen und Feuerwehr- und Rettungsdiensten des Bas-Rhin und Haut-Rhin.

Übungen

Alexander Johmann-Vonier

© DR

"Die Kommunikationssysteme werden in den kommenden Monaten schrittweise in den Krisenstäben und Notrufzentralen der verschiedenen Partner eingeführt. Dies ist ein Meilenstein in der Verbesserung der Kommunikation zwischen den Rettungsdiensten auf der anderen Rheinseite, an der wir seit drei Jahren arbeiten", sagt Alexander Johmann-Vonier,  Projektverantwortlicher beim Regierungspräsidium Karlsruhe.

Das Projekt mit dem Titel "Gewährleistung der grenzüberschreitenden Kommunikation im Krisenfall" ist Teil des Programms Interreg V. Er beläuft sich auf 440.000 Euro, wovon 60 % aus den Mitteln des Europäischen Fonds für den deutsch-französischen Teil finanziert werden. Neben dem Erwerb und der Installation von Satellitensystemen umfasst es auch deren Betrieb und Wartung, die Schulung der Nutzer und die Organisation von Krisenübungen.

 

 

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