Elsass

1 Million Euro für Novarhéna

Die halbstaatliche deutsch-französische Gesellschaft für die Konversion des Kernkraftwerksgeländes Fessenheim nimmt ihre Tätigkeit auf.

1-million

Das im April 2020 nach französischem Recht mit einem Stammkapital von 1 Millionen Euro gegründete Unternehmen besteht aus französischen und deutschen Aktionären. Auf der Seite der Gebietskörperschaften umfasst es die Region Grand Est, die Europäische Gemeinschaft Elsass, die Gemeinde Mulhouse Alsace Agglomération, die Stadt Freiburg im Breisgau und den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Die Industrie- und Handelskammern (CCI, IHK) sind durch die CCI Alsace Eurométropole und die IHK Südlicher Oberrhein vertreten.

Port de Colmar

Gewergebiet "EcoRhéna" wird auf Geländen des Rheinhafens von Colmar-Neuf-Brisach angesiedelt. © Port de Colmar-Neuf-Brisach

Die öffentliche Einrichtung Caisse des dépôts et consignations / Banque des territoires und die drei Banken Caisse d'épargne Grand Est Europe, Crédit agricole Alsace-Vosges und Banque populaire Alsace-Lorraine-Champagne sind ebenfalls vertreten. Eine Gebietskörperschaft fehlt allerdings: die Gemeinde Pays Rhin-Brisach, in der sich das Kraftwerk befindet. Sie zeigt damit ihre Unzufriedenheit, dass die Entschädigungsfrage für künftige Einnahmeausfälle aufgrund der Schließung von Fessenheim nicht geregelt ist, obwohl sie seit vielen Jahren beim Staat anhängig ist.
Novarhéna wird von Xavier Marquès geleitet. Die Gesellschaft steht unter dem Vorsitz der Europäischen Gemeinschaft Elsass (Collectivité européenne d'Alsace), die derzeit den Nachfolger von Michel Habig ernennt, der bei den letzten Regionalwahlen nicht mehr angetreten ist. Von offizieller Seite ist geplant, die Ziele des Gebietsprojekts „Post Fessenheim" umzusetzen, die vom Staat, der EDF und den lokalen Behörden 2019 ein Jahr vor Abschaltung des Kraftwerks in zwei Schritten Ende Februar und Ende Juni 2020 festgelegt wurden.
Dieses Rahmendokument, das nur langsam erste Auswirkungen zeigt, befasst sich mit den Themen Beschäftigung, Mobilität in der Rheinschiene zwischen Colmar und Freiburg im Breisgau, der Energiewende sowie den Industrien und Energien der Zukunft.
Die Aufgabe von Novarhéna besteht zunächst darin, die Entwicklung des Gewerbegebiets EcoRhéna zu gewährleisten, das als Standort für neue Unternehmen auf einer Nutzfläche von etwa 60 Hektar im Gebiet des Flusshafens von Colmar-Neuf-Brisach vorgesehen ist. Es muss jedoch das förmliche Genehmigungsverfahren abwarten, zu dem das Syndicat mixte (die öffentliche Behörde) des Hafens verpflichtet ist, um die französischen Wettbewerbsregeln einzuhalten. Das Verfahren sollte Ende des Jahres abgeschlossen sein.

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