Wallonien

Fotomuseum in Charleroi: Ein Hinweis für Liebhaber

Neben den größten Namen der Weltfotografie zeigt das Museum in Mont-sur-Marchienne, in der Nähe von Charleroi, derzeit "En dilettante. Geschichte und kleine Geschichten der Amateurfotografie". 6000m2 Säle und Park sind zu entdecken.

CHARLEROI musée de la photo

Sechs Kilometer vom Bois du Cazier entfernt befindet sich das größte Fotomuseum Europas: 6000 m2 Säle, Wandelgang und Park, eine Sammlung von 100 000 Fotos, von denen mehr als 800 in der Dauerausstellung zu sehen sind, machen diesen Umweg zu einem markanten und begeisternden Erlebnis. Diesmal wurde ein ehemaliger Karmeliterkloster, das ebenfalls am Rande von Charleroi in Mont-sur-Marchienne liegt, umgestaltet.

Die Fotos von Magritte (ja, der Maler), Doisneau, Brassaï, Dorothea Lange, William Klein, Marc Riboud, Robert Mapplethorpe und vielen anderen bringen einen zum Schwärmen. Die Sammlungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert verschränken chronologische und thematische Ordnung. 

Das Museum verlängert übrigens diese Faser für zeitgenössische Fragestellungen. Wie kann man all die großartigen Amateure würdigen, die Momente des Lebens festgehalten haben, indem sie sich abrackerten (die Ausrüstung war anfangs so sperrig und teuer) und sich dann mit einer Kodak und anderen Kameras selbstständig machten? Antwort: Dank der Sonderausstellung "En dilettante. Geschichte und kleine Geschichten der Amateurfotografie", die bis zum 18. September zu sehen ist und in Zusammenarbeit mit dem Museum La Conserverie in Metz entstanden ist. Rund 250 Bilder laden sich bei anonymen Personen ein, die man fast wiedererkennen könnte, während gleichzeitig der kreative Prozess enthüllt wird.

Die Sackgassen von Paris und Wuhan jenseits der Leinwand

Noch bis zum 18. September zeigt das Musée de la Photographie-Centre d'Art Contemporain de la Fédération Wallonie-Bruxelles (so der vollständige Name) auch die Werke zweier belgischer Künstler: "Paris Impasse" von Karin Borghouts, die alle Sackgassen der französischen Hauptstadt erfasst und fast 400 von ihnen mit derselben Technik fotografiert hat, und "Wuhan radiography" von Simon Vansteenwinckel, der auch Grafiker ist und dessen Bilder während der Einschließung über den Bildschirm entstanden sind.

Zum Schluss noch ein paar Details: Um das Museum zu finden, geben Sie am besten den Place des Essarts in Mont-sur-Marchienne in das GPS ein. Wenn Sie dort angekommen sind, lohnt sich eine Pause im Café des Museums. Es ist einfach, gut und freundlich und bietet einen Blick auf den 85 Ar großen Park mit seinen bemerkenswerten Bäumen und natürlich einer Fotowand.

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