Grossregion - Oberrhein

Wasserstoff sorgt Aufregung wirft aber auch Fragen auf

La concomitance, durant six mois, de la présidence française de l’Union européenne et de celle qu’assure la région Grand Est au secrétariat de la Grande Région, ravive la communication en matière d’hydrogène. Au-delà des séminaires et des colloques, une stratégie concertée s’impose pour concrétiser les atouts du Grande Région et du Rhin supérieur.

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© André Faber

Angeregt durch das Streben der Staaten und der Europäischen Union nach Energiesouveränität, scheint der Wasserstoff mehr denn je im Aufwind zu sein. Kolloquien und Seminare folgen aufeinander, um auf die Notwendigkeit hinzuweisen, die Wasserstoffprojekte am Oberrhein und in der Großregion in der entscheidenden Phase der französischen Doppelpräsidentschaft der Europäischen Union und des Grand Est für die Großregion zu beschleunigen.

Beschleunigen

Am 16. und 17. Mai organisierte der Regionalrat des Grand Est in Brüssel die Konferenz "Wasserstoff - wie man Europa gemeinsam über die Grenzen hinweg dekarbonisieren kann", die von der französischen Botschaft in Belgien und dem Kollektiv Grand Est-Europe, das sich aus einundzwanzig öffentlichen Akteuren des Grand Est in der belgischen Hauptstadt zusammensetzt, getragen wurde. Die Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der Europäischen Union, die französischen Institute in Luxemburg und den Niederlanden sowie Campus France schlossen sich der Veranstaltung an.

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DR

"Im Grand Est gibt es zahlreiche Wasserstoffprojekte und die Botschaft in Brüssel war klar; die Energiewende muss beschleunigt werden, damit die Industrie und der "schwere" Verkehr, wie Züge und LKWs, schnell die Wasserstoffressourcen nutzen können", sagt Jacques Haenn, Beauftragter für den Wasserstoffsektor im Grand Est.

Living Labs und Pilotstandorte

Jacques Haenn, der auch Regionalbeauftragter des Grand Est für France Hydrogène ist, leitete auf dem Brüsseler Kolloquium eine Diskussionsrunde mit dem Titel "Unternehmen und Forscher, Schlüsselakteure der regionalen Entwicklung". Adwin Martens, Direktor von WaterstofNet, sprach über die Forschung dieses Netzwerks, das 120 Mitglieder vereint und 20 Projekte zwischen Belgien und Flandern trägt. Barbara Koch, Geschäftsführerin des Upper Rhine Cluster for Sustainability Research, stellte den elsässischen Standort Fessenheim als "Living Lab" der Zusammenarbeit zwischen französischen, deutschen und schweizerischen Akademikern und Unternehmen bei der Wasserstoffproduktion und der Batterieforschung vor. Das Start-up-Unternehmen Haffner hat in Straßburg eine Pilotanlage zur Herstellung von Wasserstoff aus Biomasse errichtet. Die H2BW-Plattform Baden-Württembergs analysiert das Potenzial des Landes für die Nutzung und Erzeugung von Wasserstoff bis zum Jahr 2035.

Catherine Brun, Generalsekretärin von GRT Gaz, skizzierte den Aufbau eines "Wasserstoff-Rückgrats", das Frankreich entlang einer Nord-Süd-Achse von der Verdichterstation Obergaïlbach im Département Moselle bis nach Fos-sur-Mer versorgen wird, mit Verbindungsleitungen nach Belgien, Deutschland und in die Schweiz an der Ostküste.

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© European Hydrogen Backbone

HR als knappe Ressource

Im Metz-Congrès wird sich ein von Eures-Großregion organisiertes Seminar am 17. Juni mit den HR-Kompetenzen befassen, die für die Entwicklung einer Wasserstoffbranche in der Großregion erforderlich sind. Dabei werden eine mögliche Spezialisierung der Gebiete, die Hypothese einer grenzüberschreitenden Wasserstoffstrategie und die Rolle der regionalen und europäischen Akteure bei der Ausbildung der künftigen Arbeitnehmer der Branche erörtert.

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DR

"Heutzutage stehen alle Universitäten im Wettbewerb um Doktoranden. Die Universität Lothringen hat einen neuen Erasmus-Mundus-Masterstudiengang über dezentralisierte und intelligente Energiesysteme eingerichtet, um Studenten aus nichteuropäischen Ländern anzuziehen. Ohne qualifiziertes Personal wird die Wasserstoffbranche nicht entstehen", meint Gaël Maranzana, Professor am CNRS-Labor Lemta in Nancy.

Der Forscher hat gerade die Finanzierung von vier Projekten, PEPR-H2 (Programme et Equipement Prioritaire de Recherche sur l'hydrogène décarboné), erhalten und leitet in Stuttgart eine Kooperation mit dem Bosch-Konzern zur Modellierung von Brennstoffzellen.

Ein Regen von Milliarden

Die HR-Kompetenzen sind nur eine der vielen Unbekannten, die noch offen sind. Der Wasserstoffbranche fehlt es zwar nicht an Geld, wohl aber an Übersichtlichkeit. Im Jahr 2020 haben die Ministerien für den ökologischen Übergang und für Wirtschaft, Finanzen und Konjunkturbelebung die nationale Strategie für die Entwicklung von kohlenstoffarmem Wasserstoff entfaltet, die bis 2030 Investitionen in Höhe von 7 Milliarden Euro vorsieht. Auf europäischer Ebene stellt der am 18. Mai vorgestellte REPowerEU-Plan 225 Milliarden Euro bereit, um die Abhängigkeit von russischen fossilen Brennstoffen rasch zu verringern und den ökologischen Wandel zu beschleunigen. Der Plan legt unter anderem ein Ziel von 10 Millionen Tonnen für die interne Produktion von erneuerbarem Wasserstoff fest.

Europäisches Kauderwelsch

"Um die Entwicklung des Wasserstoffmarktes zu beschleunigen, müssen die Mitgesetzgeber ehrgeizigere Unterziele für bestimmte Sektoren genehmigen", erklärt die Union in ihrem erklärt die Union in ihrem unnachahmlichen Kauderwelsch. Mit Produktionsmitteln, Spitzentechnologien und sicheren Absatzmärkten fehlt es dem Oberrhein und der Großregion nicht an Trümpfen. Es gilt noch, die Trassen der Gasleitungen zu verfeinern, die Standorte der lokalen Ökosysteme festzulegen und die Fragen der Zusammenarbeit und der Konkurrenz zwischen grenzüberschreitenden Regionen oder sogar zwischen Regionen ein und desselben Landes zu klären. Der Aufbau einer Wasserstoffbranche, die die Gebiete, die sie versorgen wird - und die, die sie nicht versorgen wird - nachhaltig prägen wird, verdient eine breite und klare Debatte.

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