Oberrhein

Nachbarn blicken nach neuem Elsass

Die Nachbarn in Basel und Baden setzen auf die neue Europäische Gebietskörperschaft Elsass (Collectivité européenne d'Alsace), um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu verbessern. Diese Hoffnung beruht sich eher auf  Geschichte als auf  institutionellen Regeln.

Table ronde

Wie betrachten Politiker aus Basel und dem äußersten Südwesten Deutschlands die Collectivité européenne d'Alsace (CEA, Europäische GebitskÖrperschaft Elsass), die vor ihrer Haustür durch den Zusammenschluss der Departementsräte von Haut-Rhin und Bas-Rhin entstanden ist? Seit der Geburt des neuen institutionellen Babys am 1. Januar 2021 war die Frage weiterhin offen geblieben. 

Die Generalversammlung der Kooperationsstruktur Regio Basiliensis, die am 9. September in Saint-Louis (Haut-Rhin) stattfand, bot Beat Jans, Regierungspräsident des Kantons Basel-Stadt, und Wolfgang Dietz, Oberbürgermeister von Weil-am-Rhein, die Gelegenheit, einige Antworten zu geben. 

Im Grunde sind beide der Meinung, es werde noch lang disktutiert über die Stellung dieser neuen Gemeinschaft gegenüber die anderen Institutionen (Staat, Region Grand Est usw.), aber sie bleiben zuversichtlich in Hinblick auf die Politik der kleinen Schritte. So setzt der erfahrene Oberbürgermeister von Weil-am-Rhein auf Langfristigkeit.

Wolfgang Dietz Weil

© Juri Junkov / Regio Basiliensis

"Ich verlasse mich in erster Linie auf die Geschichte, und bei diesem Thema habe ich mir das Sprichwort zu eigen gemacht: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg... und am Ende des Weges steht eine Institution", so Wolfgang Dietz, Oberbürgermeister von Weil-am-Rhein.

Seine Worte zauberten ein Lächeln auf die Gesichter der zahlreichen Mitglieder und Partner der Regio Basiliensis. "Entscheidend ist der Wille. Ich finde es gut, dass die Stichworte Elsass und Europa in dem neuen Namen hervorgehoben wurden", fügte Wolfgang Dietz hinzu.

Dossiers zu dritt voranbringen

Grundsätzlich sind die beiden gewählten Vertreter davon Überzeugt, die CEA werde dem grenzüberschreitenden Dialog  mehr praktische Nähe verleihen, die notwendiger denn je wird. 

Beat Jans Bâle

© Juri Junkov / Regio Basiliensis

"Vor dem Hintergrund des Abbruchs der Verhandlungen über das Rahmenabkommen zwischen der Europäischen Union und der Schweiz müssen wir noch einmal ganz von vorne anfangen, von ganz unten. Die Schaffung der CEA stellt in dieser Hinsicht eine Chance dar. Ich sehe darin eine große Hoffnung, zum Beispiel für den Austausch in den Bereichen Forschung und Gesundheit. Wird die neue Institutionen die Dinge vereinfachen?", fragt Beat Jans.

"Vor allem müssen wir auf uns selbst schauen, bevor wir auf die die Großen schauen : die Staaten, die Europäische Union. Mit der CEA könnten wir zu drei für unsere Region sprechen, sowohl in Paris als auch in Berlin: Auch wir in Weil-am-Rhein sind die am weitesten von unserer  Bundeshauptstadt entfernte Gemeinde", erläuterte Wolfgang Dietz.

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