Niederrhein – Schwarzwald

Ein Holzturm überragt die Grenze

Der vor einem Monat eröffnete "Chemin des cimes", der durch den Wald von Drachenbronn (Bas-Rhin) führt und in einem hölzernen Turm gipfelt, zielt auf eine Klientel, die mindestens so deutsch wie französisch ist.

Tour Chemin des cimes

Der "Chemin des cimes" in Drachenbronn (Bas-Rhin) ist in vielerlei Hinsicht deutsch-französisch.  Bei der Planung und dem Bau dieses lustigen Holzpfades im Wald, der Ende Mai eröffnet wurde, kamen Kompetenzen aus beiden Ländern zusammen. Die deutsche Firma Erlebnis Akademie (EAK) beauftragte das bayerische Architekturbüro Stöger-Kölbl mit dem Entwurf des erstaunlichen Weges, der sanft ansteigt (die Neigung ist auf 6 Grad begrenzt, um den Zugang für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und Kinderwagen zu ermöglichen) und über 1 Kilometer in den Nordvogesen verläuft. Er endet mit einem spektakulären Holzturm, von dessen Spitze aus man einen ebenso bemerkenswerten Blick auf die umliegende Natur hat. Der Bau trägt aber auch die Handschrift eines lokalen Architekten, Stéphane Deiss, und der Baufirmen aus dem Bas-Rhin, die die Erdarbeiten, das Fachwerk und die Holzarbeiten ausgeführt haben. Die wichtigsten Holzelemente wurden von zwei Spezialfirmen in Österreich und Tschechien hergestellt.

Ziel 180.000 Finanzielle Einträge

Der bi-nationale Charakter spiegelt sich nun auch in der Betriebsphase wider, um Besucher anzuziehen.

Laurence Lacalmontie

© DR

"Das Haupteinzugsgebiet umfasst einen Bereich von eineinhalb Stunden Fahrzeit. Angesichts der Lage wird es also mindestens genauso viel, wenn nicht mehr deutsch als französisch sein", beschreibt Laurence Lacalmontie, Marketingleiterin des Chemin des Cimes.

Der Standort, der 25 feste Mitarbeiter beschäftigt, soll 180.000 zahlende Besucher anziehen. Er ist zu Fuß über einen markierten Weg und größtenteils mit einem Shuttlebus unterhalb auf einem Teil des ehemaligen Flugplatzes Drachenbronn erreichbar. Der Pfad der Gipfel ist in der Tat die sichtbarste Facette der Konversion der 2015 geschlossenen Militäranlage, ein Projekt, das von der Gemeinschaft der Gemeinden des Pays de Wissembourg geleitet wird. Vor dem abschließenden Panorama wird er von unterhaltsamen und lehrreichen Stationen durchquert, die helfen, den lokalen Naturreichtum zu entdecken oder wiederzuentdecken.

Der Schwarzwald (Bad Wildbad) und die Saarlandschleife gehören bereits zu den Standorten von zehn weiteren vom EAK eröffneten Spitzenwegen in Deutschland und Mitteleuropa. Die Konversion von Drachenbronn wird eine verstärkte grenzüberschreitende Dimension bekommen. Auf der wirtschaftlichen Seite steht das Pfälzer Unternehmen Gusto Palatino hinter einer Anlage zur Herstellung von Flammkuchen, die vor Ort eröffnet werden soll. Und im nächsten Jahr soll das touristische Angebot durch ungewöhnliche Unterkünfte ergänzt werden, die das saarländische Unternehmen Glamping Resorts bereits in der Biosphäre Bliesgau in Kleinblittersdorf entwickelt.

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