Großregion

Forschung & Entwicklung: Die Großregion könnte viel besser abschneiden.

Das Team des GIS-GR und die Arbeitsgruppe Hochschulwesen und Forschung haben die Ausgaben der Großregion für Forschung und Entwicklung ermittelt. Die interaktive Karte zeigt in den verschiedenen Regionen Ungleichheiten auf.

Carte des dépenses dans la R&D. ©SIG-GR.
©GIS-GR.

Die ältere Version der Karte mit Daten für die Großregion wurden letztens 2013 aktualisiert. Bei dem Update der Karte haben die Forscher des GIS-GR herausgefunden, dass die Regionen zu wenig in Forschung und Entwicklung investieren. Die Strategie Europa 2020 empfahl damals den Gebieten, mindestens 3 % ihres internen BIP in FuE zu investieren. Allerdings überschreiten nur zwei Regionen diesen Wert.

Thierry Hengen, coordinateur au SIG-GR

Thierry Hengen, Koordinator beim GIS-GR. ©DR

"Hat die Großregion die europäischen Ziele erreicht oder nicht? Man sieht deutlich, dass es noch große Unterschiede zwischen den einzelnen Gebieten gibt", erklärt Thierry Hengen, Koordinator beim GIS-GR.

 

Von der Europäischen Union in Auftrag gegeben, wird die aktualisierte Kartographie ihren Institutionen zur Verfügung stehen, um die statistische Datenbasis rund um die Großregion zu stärken.

Das GIS-GR und die grenzüberschreitende Arbeitsgruppe haben sich auf die von Eurostat und INSEE bereitgestellten Daten gestützt. So stammen die verwendeten Zahlen für Frankreich und Luxemburg aus dem Jahr 2020, für Deutschland aus dem Jahr 2019 und für die belgischen Provinzen aus dem Jahr 2017. Trotz des Alters einiger Statistiken lässt sich anhand der Karte die Dynamik der Investitionen in FuE erkennen.

Viele Regionen investieren zu wenig

Rheinhessen und Pfalz sowie Brabant-Wallon sind die einzigen Regionen, in denen Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro getätigt wurden.Sie gaben 3.228 Mio. EUR bzw. 1.404 Mio. EUR für FuE aus, was 4,4 % bzw. 7,7 % ihres jeweiligen BIP entspricht. Beide Regionen profitieren von einer starken Präsenz von Universitäten, sei es in Louvain-la-Neuve in Brabant-Wallon oder in Mainz oder Kaiserslautern in Hessen.

Ansonsten bleiben die meisten Gebiete unter der 2 %-Schwelle. Die Provinz Lüttich liegt mit 2,2 % nur knapp darüber, der Hennegau mit 1,5 % und Namur mit 1 %. Das belgische Luxemburg bildet mit 0,3 % das Schlusslicht in der Großregion.

Mit 1,9% des BIP für FuE ist das Saarland ein guter Schüler vor seinen rheinland-pfälzischen Nachbarn Trier und Koblenz, die 0,9% aufwenden. - Luxemburg schließlich gibt nur 1,1 % für F&E aus - eine Statistik, die durch das sehr hohe BIP des Landes relativiert wird.

Mit 1,9 % des BIP für FuE ist das Saarland ein guter Schüler vor seinen rheinischen Nachbarn Trier und Koblenz, die 0,9 % ausgeben. Bei Luxemburg sind es schließlich nur 1,1 %, eine Statistik die durch das sehr hohe Pro-Kopf-BIP in Luxemburg relativiert werden kann.

In der Region Grand Est beziehen sich die Statistiken auf das Elsass, das 1,8 % seines BIP für FuE ausgibt, Lothringen mit 1,3 % und Champagne-Ardenne, wo die Ausgaben bei 0,8 % liegen.

Ein politisches Instrument

Neben ihrer informativen Rolle für die breite Öffentlichkeit kann die Karte lokalen und europäischen politischen Entscheidungsträgern als Hilfsmittel dienen. Das Teilen dieser Zahlen ermöglicht es auch, die langfristigen Unterschiede zu verstehen. Bestimmte Gebiete werden durch ihre demografischen oder geografischen Merkmale gebremst. "Wenn man das Departement Meuse mit dem Departement Moselle vergleicht, gibt es starke Unterschiede. Metz und seine Metropole oder Meurthe-et-Moselle und Nancy haben mehr Potenzial als das Departement Meuse mit seinen eher ländlichen Gebieten", erläutert Thierry Hengen.

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